Tag des offenen Burgtores
am Samstag, 9. August 2008, 10 -17 Uhr
Am Samstag, den 9.08.2008 können Sie für den symbolischen Betrag von einem Euro die Burg Pottenstein, ihre Reize, Ihre Schönheit aber auch ihre Bauschäden besuchen.
(K)ein Euro für die Burg Pottenstein ?
Umsonst oder für einen Euro ist die älteste und bewohnte Burg in der Fränkischen Schweiz nicht zu haben und schon gar nicht für die Öffentlichkeit weiter zu erhalten. Auch wenn nach dem breiten Medienecho der vergangen Wochen in der Süddeutschen Zeitung dpa, BR, ZDF, Lokal und Regionalzeitungen nach Mauerabgang, Felssturz und großem Sanierungsbedarf manch irreführendes, vor allem in Boulevard-Gazetten, stand.
Dennoch kann anlässlich des ersten Tag des offenen Burgtores jeder die Burg Pottenstein am Samstag, den 9. August, von 10 bis 17 Uhr, für einen Euro besichtigen. Wer das nicht übrig hat kann an diesem Samstag auch kostenlos die private Burganlage besuchen. Für den symbolischen Obolus von einem Euro statt des regulär weitaus höheren Eintrittpreises, der bei weitem allerdings weder für dringend notwendigen Instandsetzungs- und Erhaltungsmaßnahmen im Millionenbereich noch die notwendige Attraktivitätssteigerungen reicht, kann jeder die Burg sowie Bereiche, die sonst nicht zugänglich sind, erleben und sich vom Reiz und der Sanierungsbedürftigkeit des Pottensteins überzeugen. Mögliche Einnahmen vom Tag der offenen Tür werden für die nächste Notsicherungsmaßnahme eines weiteren dringend noch vor dem Herbst abzusichernden Mauerabschnitts der südlichen Wehrmauer verwendet. Kosten, die wie auch die des Mauerabgangs vom Dezember 2007 durch niemanden bezuschusst werden.
Bei Sonderführungen durch die Burgherren um 11, 13, 15 und nach Bedarf um 16 Uhr speziell zur historischen Bedeutung dieses nationalen Denkmals und dem großen Sanierungsbedarf der wohl bekanntesten Burg in der Region kann
man sich selber ein Bild von den großen Erhaltungsproblemen der 1000-jährigen Burg Pottenstein auf dem Millionen Jahre alten Naturdenkmal Burgfelsen machen. Dabei geht es auch in die ältesten Palas-Keller bzw. in sonst nicht zugängliche Bereiche der Burganlage.
Freunde der Burg Pottenstein
Sanierungsprobleme, die unmöglich wie bisher weiterhin privat zu schultern sind, nachdem die Burgfamilie von Wintzingerode die Anlage auf dem kühnen Burgfelsen vor allem mit eigenen Kräften, finanziellen Mitteln und dem persönlichen Einsatz seit 1918 am Leben erhalten hat, soll dieser Tag der offenen Tür auch der Auftakt für einen Förderverein sein. Die Anregung zur Gründung der Freunde der Burg Pottenstein haben gerade in den letzten Jahren immer wieder treue oder begeisterte Burgbesucher aus nah und fern gemacht, anlässlich der regulären Burgbesichtigung oder bei den zahllosen Sonderveranstaltungen, Ausstellungen oder anderen Gelegenheiten. Verschiedene Personen und bekannte Persönlichkeiten sind zu diesen etwas anderen Führungen ebenso eingeladen, voraussichtlich wird der als Monsignore Mühlich (aus der Krimiserie Pfarrer Braun) bekannte Schauspieler Gilbert Frhr. v. Sohlern wie auch andere Freunde der Burg und Familie an diesem Tag vorbeischauen.
Burg für die Menschen
Elisabeths Schutzburg in Franken braucht den Einsatz der Menschen in der Region für ihre Zukunft. Bisher war die älteste Burg in ihrer Geschichte Zufluchtsort, Wohnsitz, Amtsburg oder Fluchtburg für die Bevölkerung, ist Wahrzeichen oder beliebter Träger als Werbelogo.
Sympathie für die Burg der Pottensteiner
Nun braucht die Burg Unterstützer für ihre weitere Erhaltung und als Museum.
Vor allem ideell und mit geringsten finanziellen Mitteln soll ein möglichst bald zu gründender Förderverein von möglichst vielen Freunden der Burg Pottenstein unabhängig von der Trägerschaft der Wilhelm- Clothar Freiherr von Wintzingerodesche Stiftung Burg Pottenstein die Belange dieses für die Öffentlichkeit zu erhaltenden Denkmals in den Vordergrund stellen und eine Unterstützung dieser Ziele nach außen demonstrieren.
Keine Zukunft ohne Vergangenheit. Keine Zukunft ohne Mitstreiter für die Erhaltung nicht nur des Pottensteiner Wahrzeichens, sondern eines Denkmals von nationalem Rang, so sieht es jedenfalls die amtliche Denkmalpflege. Die Burg steht als eine der ersten Fremdenverkehrseinrichtungen in der Region bereits seit Generationen der Öffentlichkeit offen, 2008 werden mehr als1,3 Millionen Interessierte die privaten Sammlungen des Burgmuseums besucht haben.
Damit dies auch in der Zukunft so bleiben kann und die Neukonzeption des Burgmuseums und vor allem die Sanierungen bald begonnen werden können, braucht die Burg viele Besucher und Fürsprecher. Anders als bei öffentlichen oder kommunalen Einrichtungen wird die Burg ausschließlich durch Eintrittsgelder finanziert. Am 9.08.08 und natürlich auch danach können Sie sich, möglichst viele Menschen, davon überzeugen und sich hinter dieses Anliegen der Erhaltung stellen. Ort und Datum der Gründungsversammlung der Freunde der Burg Pottenstein werden bald bekannt gegeben.
Mit herzlichen Grüßen von den für die Burgerhaltung Verantwortlichen
Margit von Wintzingerode, M.A. Thilo von Wintzingerode, Dipl.Ing. Arch.
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